Handwerk hat eine lange Tradition im Bergischen Land. Die alten Techniken und Geschichten rund um das historische Handwerkerleben ziehen 
die Menschen noch heute in ihren Bann. 
Nacht der Schmiedefeuer

Rot glühendes Eisen im Feuer und sprühende Funken in der Dunkelheit. Dazu das rhythmische Klingen des Schmiedehammers in der Dämmerung. All das verleiht dem Schmieden bei Nacht einen eigenen, besonderen Reiz.
Nacht der Schmiedefeuer Diese einmalige Atmosphäre können Sie bei der "Nacht der Schmiedefeuer" am Freitag, den 8. August erleben. Von 19 bis 22 Uhr brennen gleich in drei Museen die Schmiedefeuer: im Bergischen Freilichtmuseum in Lindlar, im Oelchenshammer des Rheinischen Industriemuseums, Schauplatz Engelskirchen und im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer in Leverkusen-Schlebusch.

Bergisches Freilichtmuseum, Lindlar:
Hier können Sie dem Schmied bei seiner schweißtreibenden Handarbeit über die Schulter schauen. In der original eingerichteten Dorfschmiede wurden früher Huf- und Klaueneisen sowie Pflugscharen, Beschläge und in großen Mengen Nägel hergestellt. Für das leibliche Wohl sorgt der Förderverein des Museums mit Imbiss und Getränken. Feuer und Eisen gibt es auch auf dem Schmiedevorplatz zu sehen, wo die neu erworbene Museums-Lokomobile von 1922 betrieben wird.

Rheinisches Industriemuseum, Oelchenshammer, Engelskirchen:
Hier lebt eine fast vergessene Handwerkskunst wieder auf. Unter dem schweren, wasserbetriebenen Hammer wird ein Stahl von ganz besonderer Qualität geschmiedet. Er wurde einst in bergischen Betrieben zu Messern, Sensen und anderen hochwertigen Werkzeugen weiter verarbeitet. Faszinierend ist es, dem Schmied bei seiner schweren Arbeit an Esse und Hammer über die Schulter zu schauen. Im ehemaligen Haus des Schmiedemeisters informiert eine kleine Präsentation in Text und Bild über das einst in der ganzen Region verbreitete Eisen- und Stahlgewerbe. Im Hof des Oelchenshammers können Sie verschiedene Hufschmiede bei Ihrer Arbeit bewundern. Außerdem gibt es Aktionen für Kinder. Auch für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt.

Industriemuseum Freudenthaler Hof, Leverkusen:
Hier erleben Sie die hohe Kunst des Freiformschmiedens in Vollendung. Auch der rund 100 Jahre alte Schwanzhammer tritt wieder in Aktion. Bei den Vorführungen an den historischen Arbeitsplätzen in der ehemaligen Sensenfabrik H. P. Kuhlmann Söhne wird die Herstellung von Sensen und Sicheln gezeigt. Die Reck- und Breithämmer lassen den Boden in der Schmiedehalle erzittern.
Zusätzlich gibts an weiteren Arbeitsplätzen in der Schmiedehalle und der Poliererei weitere Demonstrationen aus dem Bereich der Kaltarbeiten: "Dengeln", "Tupfen", "Schleifen", "Polieren". Bringen Sie Ihre eigenen Sensen oder Sicheln mit und lassen Sie diese gegen eine Spende aufarbeiten. Auch Meißel, Hacken und ähnliche Werkzeuge können Sie hier wieder in Form bringen lassen.
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