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Mit dem Pferdepflug
Einen ganz besonderen Ausflug in die Vergangenheit unternimmt der Besucher im Bergischen Freilichtmuseum Lindlar. Auf einem 25 Hektar großen Gelände wird veranschaulicht, wie Landwirtschaft im 19. Jahrhundert funktionierte.
Die Zeit ist hier stehen geblieben, im Lingenbachtal westlich von Lindlar. Eines der jüngsten Freilichtmuseen Deutschlands lockt mit einem ganz besonderen Konzept: Die Landschaft – die Wiesen, Weiden und Äcker – ist Teil des Museums. Hier wird gelebt fast wie im Jahr 1900. Und die Gäste schauen zu. Wie die Felder mit Pflug und Ochsen bestellt, in der Schmiede heiße Eisen bearbeitet und in der Seilerei Stricke gedreht werden.
In den historischen Gebäuden stehen an die 20.000 Ausstellungsstücke. Viele davon werden benutzt – in der Bandwirkerei, die aus Wuppertal-Ronsdorf nach Lindlar versetzt wurde. In der historischen Gaststätte Römer steht der Uralt-Tresen. Auf den Weiden leben Rassen, wie es sie ehemals hier gab, die heute aber häufig vom Aussterben bedroht sind: Rote Kühe, Waldschafe, Weideschweine, Ziegen und Bergische Landhühner. |
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Von Papiermühlen und Sozialisten
In der Naturarena Bergisches Land hat die industriegeschichtliche Entwicklung ihre Spuren hinterlassen. Die gute geographische Lage veranlasste viele Unternehmen, sich in der Region niederzulassen. Besonders die Papier- und Bergbauindustrie sind und waren wichtige Wirtschaftszweige für die Region. Als Zeugen der Vergangenheit laden Museen zum Entdecken der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region ein. Das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe in Bensberg wurde schon im Jahr 1928 gegründet. Inzwischen hat es sich sogar schon zu einer kleinen Freilichtanlage mit zwölf historischen Bauten entwickelt. Ein Highlight des Museums ist das Schaubergwerk im Keller. An mehreren Terminen im Monat geben Handwerker Einblick in ihre Künste.
Papierherstellung hat in der Naturarena Bergisches Land eine lange Tradition. Die Papiermühle Alte Dombach gibt im historischen Ambiente Einblick in den Prozess der Herstellung. Die Gebäude – zum Teil schon im Jahr 1620 errichtet – laden zu einem Streifzug in die Vergangenheit ein. Die Lage im Strundetal lädt zudem zu einem Spaziergang durch die Natur ein.
Beim Schauplatz Engelskirchen des Rheinischen Industriemuseums geht es "spannend" zu. In der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels entstand um 1900 eines der ersten Elektrizitätswerke der Region. Die riesigen Turbinen, das Schwungrad, der Generator, die große Schalttafel und die "elektrisierende" Ausstellung zeigen, wie die Kraft des Flüsschens Agger in Strom verwandelt wurde - eine Energie, die die Arbeit in Fabrik und Büro sowie das häusliche Leben der Menschen grundlegend veränderte. Zum Schauplatz Engelskirchen gehört der nahe gelegene Oelchenshammer. Er ist einer der letzten wassergetriebenen Schmiedehämmer der Region. |
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