 |
 |
|
Radeln bei Minustemperaturen
Rad fahren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist nicht jedermanns Sache. Den einen ist es schlicht zu kalt, die anderen haben Angst, sich auch noch zu erkälten. Dabei gibt es heutzutage richtig gute Kleidung für Radfahrer. Besonders wichtig: Der Körper muss trocken bleiben. Natürlich transpiriert die Haut auch im Winter, erst recht beim Bergauffahren. Doch die so genannte Funktionsunterwäsche leitet den Schweiß vom Körper weg nach außen. Deshalb niemals mit Baumwoll-Unterwäsche Rad fahren. Die saugt den Schweiß auf, gibt ihn aber nicht ab. Der Körper kühlt aus. Da kann man sich gleich nackt in den Schnee legen.
Weiterhin wichtig sind eine Mütze, eine wärmende Halskrause, gute Handschuhe und - besonders bei nassem Wetter - Neopren-Überschuhe für die Füße. Durch Spritzwasser werden die Füße nämlich am schnellsten nass. Der Fachhandel hat das alles. Hier bekommt man sogar Gesichtsmasken, die für Temperaturen unter Null ratsam sind. Damit friert einem auch die Kinnpartie nicht ein. |
|
|
|
 |
 |
|
Die goldenen Regeln für extreme Steigungen
Beim Bergfahren gibt es einen Grundsatz: Man muss Geduld haben. Wer sich heute sein erstes Rad kauft und morgen schon den Hügel hinauf strampeln will, wird sein blaues Wunder erleben. Nach ein paar Hundert Metern ist Schluss. Da nutzt es auch nichts, wenn man vorher ein fleißiger Jogger oder ein regelmäßiger Besucher irgendeiner Muckibude war. Die fürs Radfahren wichtigen Muskelpartien können nur durchs Radfahren trainiert werden. Und das kann dauern. Zweite Devise: Die Strampelei darf nicht zu früh in Quälerei ausarten. Sonst hat man schnell die Nase voll und der Drahtesel verrottet im Keller. Deshalb: Mit kleinen Steigungen beginnen und sich langsam, aber regelmäßig nach oben arbeiten. Anfängern bricht kein Zacken aus der Krone, wenn sie am Berg auch mal absteigen und schieben.
Am Anfang steht Geduld und Qual Wohl alle Tourenfahrer haben mindestens ein Jahr gebraucht, bis sie im Bergischen Land Strecken von 100 Kilometern und mehr ohne Pause bewältigen konnten. Auf dem Weg bis dahin wird man sich auch mal quälen müssen. Wenn die Quälerei allerdings mehr als zehn Prozent einer Tagesstrecke ausmacht, trainiert man falsch. Der Spaß am Radfahren sollte stets im Vordergrund stehen.
Besonders am Berg heißt es: Immer mit der Ruhe. Nie mit maximaler Kraft anfangen - und dann nach oben hin regelrecht "verhungern". Sinnvoll ist es auch, nicht gleich den kleinsten Gang aufzulegen. Es wirkt manchmal Wunder, wenn man auf halber Höhe noch ein Ritzel in Reserve hat.
|
|
|